Hurra, hurra - nun ist sie da. Endlich haben unsere allseits beliebten Nullchecker in Berlin eine verbindliche Frauenquote in Vorständen von börsennotierten Unternehmen vorgeschrieben. Ein Grund zur Freude? Eher einer, um sich an die Stirn zu schlagen.

Warum diese Bissigkeit? Mysogenie? Nicht doch. Mir persönlich ist es scheißegal, welche Art Person in den Chefetagen sitzt. Mann oder Frau, schwarz oder weiß, Christ oder Muslim - spielt alles keine Rolle. Es ist nur ein Faktor wirklich wichtig: die Qualifikation! Die Person muß qualifiziert für die Aufgabe sein und den nötigen Sachverstand mitbringen. Und genau da ist der Haken an der Sache.

Wenn ein Unternehmen per Gesetz dazu gezwungen wird, einen bestimmten Prozentsatz Frauen in die höchsten Ebenen zu befördern, es aber auf dem Arbeitsmarkt keine entsprechend qualifizierte Frau findet - was dann? Schließlich greint der Lobbyistenverein der Ausbeuter (vulgo: Arbeitgeberverband) jetzt schon andauernd rum, daß er bei 3 Millionen Arbeitslosen keine qualifizierten Leute findet und daher unbedingt und unumgänglich Menschen aus dem Ausland braucht. Wenns in der mittleren Ebene schon hapert, wie mag es da erst im sog. Top-Management aussehen? Infolge dieses Gesetzes werden die Firmen also Personen nach ihrem Geschlecht anheuern, nur um ja die Quote zu erfüllen und damit genau das fördern, was im Bundestag längst gang und gäbe ist: die Mittelmäßigkeit. Menschen ohne Sachverstand und Ahnung vom Thema arbeiten in Gebieten, von denen sie eigentlich nichts wissen und sind somit den Einflüsterern ausgesetzt, die erstmal daran interessiert sind, ihre eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen. Man mag sich nur mal die aktuelle Zusammensetzung des Bundestags ansehen; mehr als die Hälfte sind abgebrochene Lehrer bzw. Lehramtsstudenten, die von der wirklichen Welt eigentlich null Ahnung haben. Und dieses Modell der Unterqualifizierung wird nun auf die freie Wirtschaft übertragen, bei denen jetzt schon genug Deppen in den Vorständen hocken, die auch nicht wissen, was sie tun und nur das eigene Portfolio im Auge haben.

Will man so dafür sorgen, daß es wirtschaftlich aufwärts geht? Natürlich nicht - es geht hier um Gerechtigkeit. Aus Sicht eines Mannes ist das aber eher Diskriminierung. Es bleibt abzuwarten, wann die ersten Männer Klage einreichen, weil sie, obwohl qualifiziert, nicht eingestellt wurden, nur weil das Unternehmen erstmal vorrangig die Frauenquote zu erfüllen hatte. Hoffentlich ist das bald der Fall und hoffentlich wird es dann eine öffentliche Schlammschlacht.

Nachdem uns die roten Socken die Heuschrecken der Private Equity ins Land gelassen, die menschenverachtenden Hartz-IV-Regelungen und das Gutheißen der Bespitzelung der eigenen Bürger ohne Verdacht beschert haben, machen sie uns nun das Geschenk der fortschreitenden Männerdiskriminierung. Sozial? Eher kaum. Die FDP ist auf Bundesebene Geschichte. Wird langsam Zeit, daß die nächste Partei fällt ...