Nürnberger Nachrichten, 26.04.2008 (Eig. Bericht, fh)
Ein Fall für das Landeskriminalamt wurde ein „Jugend forscht“-Beitrag der Realschule in Pegnitz. Bei dem Forschungsprojekt, das sogar einen Sonderpreis bekam, handelte es sich im Prinzip um eine mit Essig und Backpulver gefüllte Babyflasche, auf die ein Aluminiumrohr aufgeklebt wurde. Durch eine chemische Reaktion entstand Kohlendioxid. Beim Aufschraben des Flaschenverschlusses schoss durch den entweichenden Druck ein Holzkügelchen in die Höhe. Einziger Leidtragender des Experiments war die Zimmerdecke im Physiksaal. Dort wurde eine Papierdämmung durchschlagen.

 

Deutsche Presseagentur, 26.01.2008 (Abdruck: Nürnberger Nachrichten)
Mehr Frauen in die Wissenschaft
Die Universität Erlangen-Nürnberg will Frauen bessere Chancen im Wissenschaftsbetrieb ermöglichen. Eine Reihe von Maßnahmen solle den Frauenanteil erhöhen, teilte die Hochschule mit.
Gemeinsam mit der Universitätsleitung haben die Fakultäten und ihre Frauenbeauftragten neue Vereinbarungen erarbeitet. In den Verträgen sind die einzelnen Fakultäten aufgerufen, Frauen in verschiedenen Karrierestufen der Wissenschaft zu unterstützen.

 

Deutsche Presseagentur, 02.02.2008
Die britische Warenhauskette Woolworth hat Mädchenbetten mit dem Namen „Lolita“ aus ihrem Programm genommen. Erboste Eltern hatten gegen die Namensgebung protestiert, weil dieser Titel eines Romans von Wladimir Nabokow zu einem Begriff für verführerische junge Mädchen geworden ist.

Associated Press, 26.01.2008
Eine neue Generation von Mini-Hubschraubern stößt bei der Polizei auf reges Interesse, beunruhigt aber die Datenschützer.
Die Modelle können etwa eine halbe Stunde in der Luft bleiben und sollen zum Beispiel in Sachsen gegen Randalierer bei Fußballspielen eingesetzt werden. Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo Weichert schränkt aber ein, daß die Geräte nur bei konkreter Gefährdung der Sicherheit eingesetzt werden dürfen, nicht aber ohne Anlaß. Experten befürchten sogar, daß auch Paparazzi oder Detektive die Drohnen nutzen.

 

Die ZEIT, 10.01.2008 (Julian Hans)
Wer seinen Kindern zu Weihnachten ein Spiel geschenkt hat, dem wird vielleicht aufgefallen sein, daß in den vergangenen Jahren aus knappen Anleitungen pädagogische Beipackzettel geworden sind. Neben Spielbrett und bunten Hütchen bekommen Eltern gleich eine Handreichung, die das Spiel anpreist wie ein Aufbaupräparat. Nun weiß ich, es „fördert die Auge-Hand-Koordination“ meines Sohnes, wenn er bunte Zwerge nach der Farbe ihrer Kleidung ordnet. Und „hohe Lernmotivation“ verspricht ein Spiel, bei dem verschiedenfarbige Dreiecke, Rechtecke und Kreise in die passenden Löcher gesteckt werdeb sollen. „Fordern sie ihr Kind auf, beim Spielen zu sprechen“, heißt es in der Anleitung. „Zum Beispiel: ich nehme einen grünen Spielstein.“ Daß hier nicht zum Spaß gespielt wird, das droht schon die Verpackung an: „Mit Pädagogen entwickelt“, steht da.