Deutsche Presseagentur, 26.04.2008
Lebensmittelpreise sind stark gestiegen
In Deutschland hat sich der Anstieg der Einfuhrpreise im März etwas abgeschwächt. Die Importpreise seien um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.Im Februar hatte das Plus 5,9 Prozent betragen.

 

Neben der weltweit großen Nachfrage nach Energieträgern (plus 35,7 Porzent) wie Öl und Kohle machte sich auch die Knappheit von Lebensmittlen bemerkbar. Am stärksten legte mit 56,8 Prozent die Getreidepreise zu, auch für Zitrusfrüchte (plus 32,6 Prozent), Rindfleisch (plus 28,1 Prozent) sowie Milch und Käse (plus 14,5 Prozent) mussten Importeure deutlich mehr bezahlen. Aus dem Ausland eingeführte Düngemittel verteuerten sich um 43,2 Prozent.

Associated Press, 10.05.2008
Weniger Kaufkraft für Arbeitnehmer
Die Kaufkraft für Arbeitnehmer ist in den vergangenen Jahren gesunken. So büßten sie in den letzten fünf Jahren 3,7 Prozent an Kaufkraft ein, wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf Berechnungen von Allianz und Dresdner Bank berichtete. Zwischen 1991 und 2007 waren es sogar 6,1 Prozent weniger. In diesem Zeitraum seien die Nettogehälter zwar um 28,5 Prozent gestiegen, vie Verbraucherpreise kletterten aber zeitgleich um 36,8 Prozent.
Zumindest in diesem Jahr soll es erstmals seit 2004 wieder ein Kaufkraft-Plus geben. Laut Allianz und Dresdner Bank sei mit einem Anstieg der Nettolöhne um durchschnittlich 3 Prozent zu rechnen. Nach dem Abzug der Inflation bleiben 0,6 Punkte.



Interessant, die Zahlen mal so in ihrem voneinander abhängigen Bezugsrahmen zu sehen, nicht wahr? Und dem nächsten der öffentlich behauptet, das mit der Inflation sei doch alles nicht so schlimm und uns geht’s doch gut und blablabla, dem trete ich höchstpersönlich in den Hintern. Vielleicht renkt sich dann das Gehirn des Betreffenden wieder ein und er begreift endlich, worauf das hier alles zusteuert!
Passend dazu eine Meldung gestern in den TV-Nachrichten: 26% aller Bundesbürger zählen offiziell als arm. Das ist ein Viertel der Gesamtbevölkerung! Dafür halten aber 10% der Deutschen über siebzig Prozent des Gesamtkapitals in ihren Händen. Man muß kein Mathematiker sein, um sich auszurechnen, daß die Schere zwischen Arm und Reich nicht nur immer weiter auseinanderklafft, sondern auch immer schneller.

 

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