Inishowen / Letterkenny (Leitir Ceanainn) / Nordküste / Glenveagh / Slieve League / Donegal (Dún na nGall)

 

Unsere Reise durch “Irlands Alaska” beginnt mit einer Rundfahrt auf der Halbinsel Inishowen. Ähnlich wie die Rings im Südwesten, gibt es auch hier eine ca. 160 km lange Straße, die entlang der Küste die um ganze Peninsula herum führt. Der Weg führt einen zunächst am Lough Foyle entlang via Muff (ein kleiner Ort, der erst abends richtig erwacht, wenn die Zecher aus Nordirland herüberkommen um hier ein republikanisches Bier zu trinken) auf der R238 bis Moville. Hier lag einst ein großer Hafen für die Transatlantikdampfer nach Amerika; diese Tage sind aber längst passe. Heutzutage ist dort nur Ende September richtig was geboten, wenn mit dem Foyle Oyster Festival das größte Volksfest der Gegend steigt. Von Moville aus kann man nun das letzte Stückchen zum Inishowen Head vorstossen. Dabei passiert man das geschäftige Fischereistädtchen Greencastle, in welchem es an allen Ecken nach Fisch und Tang riecht. Von hier aus ist Nordirland zum Greifen nahe; nur durch eine Meerenge getrennt, kann man den gegenüberliegenden Magilligan Strand erkennen.
Folgt man von Moville aus der R238 und dann bei Malin der R242 weiter, gelangt man an den nördlichsten Punkt Irlands, Malin Head. Bei stürmigem Wetter (und das herrscht hier eigentlich fast immer) strahlt die Szenerie eine morbide und dunkle Atmosphäre aus. Der 1805 gebaute Wachturm trotzt grimmig dem permanenten Winden und die ihn umgebenden, noch aus dem Weltkrieg stammenden Unterstände und Bunker verdüstern das Stimmungsbild entsprechend. Nicht nur die Natur ist hier oben rauh.
Wir fahren wieder südlich, diesmal aufseiten des Lough Swilly und stoßen auf Buncrana, DEN Badeort der weiteren Umgebung. Im Sommer wird der Strand von Besuchern aus Nordirland geradezu überschwemmt und an Wochenenden tobt hier das Leben.
 
Weiter südöstlich liegt der Hauptort von Nord-Donegal: Letterkenny. Ein typischer Übernachtungsort, auch von mir gern genutzt. Von hier aus lassen sich Tagestouren in alle Himmelsrichtungen realisieren, bevor man sich auf die Weiterreise begibt. Der Ort selbst weist keine großen Besonderheiten auf, sieht man einmal von der längsten Hauptstraße Irlands ab. Ein wirklich hervorragendes Steak gibt’s abends in „The Brewery“ am Market Square und im angeschlossenen Pub läßt sich das ein oder andere Guiness geniessen. Dort sollte man zum Trinken auch bleiben, denn die Stadt Letterkenny belegt Trinken in der Öffentlichkeit mit satten 500,- Euro Bußgeld.
 
Wir schlängeln uns weiter ostwärts der Küste entlang. Durch eine abwechslungsreiche Landschaft, von den grünen Wiesen bei Cranford über die feinen Sandstrände bei Dunfanaghy bis zu den torfigen Böden im Gebiet von Gweedore (Gaoth Dobhair), gelangt man schließlich zu dem sehr berühmten, bei Tage aber eher unspektakulären Bloody Foreland. „Cnoc Fola“, der Hügel aus Blut, heißt die Felsengruppe auf irisch. Man könnte hier nun den Ort einer alten keltischen Schlacht vermuten, läge damit aber falsch. Der Name bezieht sich auf die Tatsache, daß die Granitfelsen bei Sonnenuntergang in ein spezielles Licht getaucht werden, das sie blutrot erscheinen läßt. Diese spezielle Lichtstimmung live zu erleben, ist allerdings eher Glückssache und stark wetterabhängig.
 
Weiter südlich stößt man auf den mit 750 Meter höchsten Berg Donegals: Mount Errigal. Was sich von der Höhe wenig spektakulär anhört, ändert sich aber, sobald man des Quarzkegels ansichtig wird. Bei gutem Wetter und entsprechender Zeit vorausgesetzt, führt eine mit zwei Stunden Gehzeit deklarierte Route auf den Gipfel, von wo aus man ganz Donegal überblicken und bei entsprechendem Wetter bis nach Derry hinübersehen kann.
Nicht weit vom Berg entfernt findet man den Glenveagh National Park, der mit fast 100 qKm Irlands größter Nationalpark ist. Vom Visitor Centre aus führt bietet sich die Möglichkeit, gegen eine geringe Gebühr mit einem Shuttlebus zum Glenveagh Castle zu fahren. Obwohl die Entfernung nur vier Kilometer beträgt, rate ich dennoch dazu, den Bus zu nehmen, denn erstens ziehen sich die vier Kilometer ganz schön hin (ich glaube, es sind doch einer oder zwei mehr) und zweitens gibt es um das Schloß herum noch genug Wege zu erlaufen. Neben dem Castle selbst, dessen Einrichtung zum großen Teil von dem steinreichen Anglo-Iren Henry McIlhenny in den Dreißigern zusammengekauft wurde, der das Schloß auch lange selbst bewohnte, gibt es allerlei schön angelegte Gärten direkt am Castle zu besichtigen. Die Rundwege hören auf klangvolle Namen wie Swiss Walk, Belgian Walk oder 67 Steps Walk. Letzterer war bei meinem letzten Besuch allerdings gesperrt und es sah nicht so aus, als würde er bald wieder eröffnet. Den längsten Weg bietet der View Point Trail, von dessen oberem Endpunkt sich ein schöner Ausblick auf das Castle und den Lough Veagh ergibt.
 
Westlich des Nationalparks liegt die eher unaufregende Landschaft The Rosses (Na Rosa), die ein Reiseführer knapp mit den Worten „Meer, Moor, Steine und Einsamkeit“ beschreibt. Erwähnenswert scheint mir hier nur das Örtchen Burtonport (Ailt an Chorráin). Zum ersten kann man von hier aus eine Fähre nach Aranmore Island nehmen, um das Inselchen zu erkunden. Zum zweiten ist es (noch) das Zentrum des Wildlachsfangs von Irland. Drittens ist hier die Endstation der „Londonderry & Lough Swilly Railway“, die wahrscheinlich weltweit einzige Eisenbahngesellschaft ohne eine Eisenbahn (allerdings verfügt man über ein paar Busse). Und letztens liegt ca. 2 Kilometer entfernt, in dem Ort Meenaleck, der Pub Leo’s Tavern. Fünf Kinder von Leo Brennan begannen dort ihren kometenhaften Aufstieg ins Musikbusiness mit ihrer Band „Clannad“. Seine Tochter Enya brachte es Solistin ebenfalls zu Weltruhm (und das im Wortsinne; spätestens seit 2001 ist ihr Lied „Only Time“ tatsächlich auf der ganzen Welt bekannt). Leos Sohn Bartley führt heute die Kneipe und gewöhnlich freitags ist immer eine musikalische Session angesagt. Beim Dorffest „Jack’s Fair“, das Mitte Juli stattfindet, sollen auch schon die Bandmitglieder von Clannad gesichtet worden sein, die ausgelassen mitgefeiert und –gesungen haben.
 
Fährt man weiter südlich, stößt man auf das Örtchen Kiclooney, welches mit einem weiteren Dolmen aufwarten kann. Die Besonderheit ist hier die Form des Decksteins, die einen an einen Hund erinnert.
Weiter führt uns der Weg nach Glencolumbkille (Gleann Cholm Cille). Das geistige Zentum der Donegal-Gealtacht trumpft mit einem Dorfmuseum, dem Folk Village, auf. Dort kann man sich einen Einblick in die Lebensbedingungen des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts verschaffen. In der angeschlossenen Cafeteria werden solch Köstlichkeiten wie Whiskeymarmelade oder „Wein“ in den Geschmacksrichtungen Honig und Seetang kredenzt und auch verkauft.
 
Wir halten uns nun ostwärts und passieren Slieve League. Hier gibt es die mit bis zu 600 Metern höchsten Klippen Irlands zu bewundern. Im Gegensatz zu ihren berühmten Vettern im Süden, den Cliffs of Moher, ist hier die Landschaft noch naturbelassener und wesentlich wilder. Absperrungen gibt es nicht, weshalb man bei schlechtem Wetter hier äußerst vorsichtig zu Werke gehen sollte; ein falscher Tritt könnte der letzte sein.
 
Den Abschluß unserer Tour durchs County markiert der Ort Donegal selbst. Dún na nGall, die Festung der Fremden, wurde ursprünglich von den Wikingern gegründet, bevor sie sich zum Stammsitz der O’Donnells mauserte. Das Castle selbst, das eine recht wechselhafte Geschichte hat, kann gegen zuletzt 4,- Euro Eintritt besichtigt werden. Interessant auch der Obelisk zu Ehren der „Four Masters“ am Diamond, dem zentralen Platz des Ortes. Diese vier Herren waren Mönche des ehemaligen Franziskanerklosters der Stadt. Ihre „Annals of the four masters“ werden als die wichtigste Quelle zur keltischen Geschichte und Mytholgie von den Anfängen bis 1618 angesehen. Sie hatten die Geschichten, getrieben von der Furcht vor der sich abzeichnenden Anglisierung, gesammelt und in einem wahrhaft monumentalen Werk aufgeschrieben.
Für den Freund der morbiden Stimmung bietet sich noch ein Abstecher zur Old Abbey samt Friedhof an, die direkt am Ufer des River Eske liegt.

 

Belfast / Larne / Glenariff / Carrick-a-Rede / Bushmill / Giant's Causeway / Dunluce Castle

 

Obwohl es eigentlich ein eigener Bezirk ist und nicht zu Antrim gehört, wollen wir unseren Streifzug duch das County trotzdem hier beginnen: in der Hauptstadt Nordirlands, Belfast.

Da es sich bei Belfast um eine Großstadt mit gut einer halben Million Einwohnern handelt, gibt es natürlich entsprechend viel zu sehen. Bei meinem letzten Aufenthalt war es wegen des anhaltend schlechten Wetters nur eine Durchgangsstation. Wer aber alles oder zumindest vieles hier sehen und erleben möchte, kann locker eine Woche Aufenthalt einplanen, oder sich eben im Rahmen einer reinen Städtereise verlustieren. Wie bei allen größeren Städten würde die Aufzählung aller Sehenswürdigkeiten den Rahmen hier sprengen und für ein kleines Büchlein ausreichen. Ich beschränke mich daher auf einen kleinen Abriß.

Zweifellos sucht man zunächst die Stadtmitte der 1177 von den Normannen gegründeten und mit dem Namen Béal Feirste (Mündung des Fjords) versehenen Ansiedlung auf. Dort stößt man auf eine der Hauptattraktionen der Stadt, die City Hall. Das 1906 erbaute, pompöse Rathaus ist nicht nur politisches, sondern auch geografisches Zentrum der Stadt. Für die Fertigstellung mußte die legendäre Linen Hall weichen, was den ortsansässigen Iren ziemlich sauer aufstieß und sie in ihrem Widerstandskampf gegen die britische Krone weiter bestärkte.
Ausgehend von der City Hall am Donegall Square kann man nun einen gemütlichen Spaziergang ums Karree machen (im Wortsinne) und stößt dabei auf weitere Sighseeingpoints wie die Albert Clock, das Opernhaus und das Theater. Für mehr blieb mir beim letzten Mal nicht die Zeit (wie gesagt, absolutes Sauwetter), aber es gibt bestimmt noch mehr zu sehen in einer der interessantesten und gleichzeitig zerissensten Städte Irlands.
Wir streben nordöstlich und gelangen schließlich nach Larne, einer recht grauen Hafenstadt. Wer mit der Fähre aus Schottland anlandet, wird gleich mit einem mannshohen Graffiti begrüßt, das zeigt, woher der Wind weht: „No popery here“ (Kein Pfaffentum hier). Na also gut; die Larner sind demnach säkularisiert …
Einzige wirkliche Sehenswürdigkeit ist der Chaine Memorial Tower am Hafen, einem umgebauten alten Klosterturm, der dem Abgeordnete James Chaine gewidmet ist, welcher dafür sorgte, daß Schiffe aus Schottland und Amerika hier und nicht anderswo anlegten. Gut für die Wirtschaft der Stadt war das allemal.

Weiter nördlich liegt der Glenariff Forest Park. Für uns mag der 1200 Hektar große Naturpark nicht so der Reißer sein, erinnert einen die Szenerie doch stark an österreichische oder schweizerische Berglandschaften. Für die in dieser Hinsicht eher wenig verwöhnten Iren ist das aber natürlich etwas Besonderes und für einen gemütlich Nachmittagsspaziergang eignet sich das Gelände allemal.

An der Nordküste angelangt stoßen wir schließlich auf Carrick-a-Rede und die berüchtigte Rope Bridge, ein windiges Hängebrückchen, die das Festland mit einem vorgelagerten Felsen verbindet. 25 Meter über dem tosenden Meer ist die Überquerung eher nichts für ängstliche Seelen. Wer es trotzdem wagen will, muß auch etwas Glück mit dem Wetter haben. Bei schwerem Windgang oder strömendem Regen ist die Brücke aus Sicherheitsgründen geschlossen; vom September bis Mai ist sie gar ganz abgebaut.

Auf dem Weg nach Westen lohnt sich für den Liebhaber edler Tropfen ein Abstecher in die Old Bushmills Destillery. Hier kann man an einer Werksbesichtigung teilnehmen und anschließend feinsten irischen Whiskey verkosten. Selbstverständlich gibt es auch einen Werksverkauf, den man aber wegen der hohen Steuern auf Alkohol in Irland besser meiden sollte. Der Einkauf des edlen „Wasser des Lebens“ ist zuhause deutlich günstiger.

Weiter führt uns der Weg an der Küste entlang, auf dem man schließlich auf die berühmteste Touristenattraktion Nordirlands stößt: den Giants Causeway. Das Naturschaupiel selbst ist in der Tat sehr beeindruckend. So ganz sicher ist man sich über die Entstehung der etwa 37.000 steinernen Säulen bis heute nicht. Die Theorien reichen vom versteinerten Bambuswald über aus dem Meer gewachsene Kristalle bis hin zu Überbleibseln einer Vulkaneruption. Letzteres ist heute aktueller Stand der Wissenschaft.
Viel wahrscheinlicher ist aber, was die alten irischen Sagen erzählen. Demnach hatte der irische Riese Finn Mac Cumhaill eine Brücke über das Meer nach Schottland gebaut, um einen dort ansässigen Riesen zum Duell herauszufordern. Allerdings verließ ihn dann der Mut – der Schotte aber verfolgte ihn. Da griff Finn zu einer List: er legte sich in eine Wiege und täuschte vor, ein Baby zu sein. Als der Schotte schließlich in sein Haus kam, sah er das Baby, überlegte wie groß wohl erst der Vater sein müsse und ergriff seinerseits die Flucht. Auf seinem Rückweg zerstörte er dabei die Brücke, um bloß nie auf diesen irischen Riesen treffen zu müssen. Der Causeway in seiner heutigen Form sind also die letzten noch sichtbaren Reste dieser Landbrücke. Klingt für mich ziemlich glaubhaft ;-)

Den Abschluß unserer Fahrt an der Küste von Antrim bildet das Castle Dunluce. Die auf einem Felsensporn direkt am Meer gelegene Burg hat eine ebenso wechselhafte wie interessante Zeit hinter sich. Die Geschichte um die Festung und ihre Bewohner umfasst alle Schattierungen; es geht um Lug und Trug, Habgier, Verrat und Mord und endet schließlich in einer Tragödie. 1639 brach bei einem Unwetter der Küchentrakt ab und stürzte mit Mann und Maus ins Meer. Das gesamte Küchenpersonal kam dabei ums Leben. Kurze Speit später reichte es der Burgherrin McDonnell dann endgültig, die Familie zog nach Glenarm und überließ die Burg ihrem Schicksal. Heute kann die Ruine gegen einen Eintritt von zuletzt 2,- Pfund besucht werden.

 

 

Munster, mit über 24.600 qKm die größte der vier Provinzen, erstreckt sich über den gesamten Süden und Südwesten Irlands. Hier liegt auch das touristische Zentrum Irlands, mit den meisten geführten Touren und Attraktionen. Der altirische Name der Prvinz lautet Cúige Mumhan, das Königreich der Uí Briain. Seine höchste Blüte erreichte Munster mit Beginn des frühen Mittelalters, als sich die berühmte Dynastie der Éoganachta dort niederließ. Sie waren es auch, die den Rock of Cashel erstmals zum Königssitz machten und in ihrer Baukunst dem europäischen Festland folgten. Verbindungen unterhielten sie zu den Adelsgeschlechtern in Frankreich und Deutschland.
 
Das altirische Gedicht Ard Ruide beschreibt Munsterwie folgt:
"Munster im Süden ist das Königreich der Musik und der Künste, von Harfenspielern, erfahrenen Ficheall-Spielern und trainierten Reitern. Die Jahrmärkte in Munster sind die größten in ganz Irland."
Anmerkung: Ficheall ist ein altes irisches Brettspiel; ein strategisches Spiel ähnlich dem Schach. Ein geübter Spieler benötigt also weniger Glück, sondern Köpfchen und Strategie um eine Partie erfolgreich zu gewinnen.
 
Nachfolgend ein paar Zahlen und Daten zu den sechs Grafschaften, die Leinster bilden. Die Zahlen in Klammern geben, für die Statistiker, den Rang an, den die Grafschaft im jeweiligen Kriterium im Vergleich zum gesamten Land einnimmt (z.B. zweitgrößte Fläche, drittgrößte Bevölkerungsdichte). Die Angaben zur Bevölkerung stammen vom letzten Volkszensus aus dem Jahr 2006.
 

 
 
 
     Clare
 
 
 
Fläche: 3.147 qkM (Platz 8)
Bevölkerung: 110.810 (Platz 19)
Hauptstadt: Ennis
 
Motto des Wappen: "Dílis d'ar nOidhreacht", übersetzt 'Getreu unserem Erbe'.
 
 
 
 
 
     Cork
 
 
 
Fläche: 7.499 qKm (Platz 1 und somit das größte County Irlands)
Bevölkerung: 481.295 (Platz 4)
Hauptstadt: Cork
 
Es ist doch recht erstaunlich, daß die größte Grafschaft des Landes tatsächlich kein eigenes Wappen hat. Zwar taucht ab und an mal eines auf, welches ein Segelschiff zwischen zwei Türmen zeigt, welches das Motto "Statio bene fide carinis" (Ein sicherer Hafen für Schiffe) trägt, dies ist aber nur das Stadtwappen der City of Cork. Ein offizielles Countywappen exisitert nicht.
 
 
 
 
     Kerry
 
 
 
Fläche: 4.746 qKm (Platz 5)
Bevölkerung: 139.616 (Platz 13)
Hauptstadt: Tralee
 
Motto des Wappen: "Comhar, Cabhair, Cairdeas", übersetzt 'Zusammenarbeit, Hilfe, Freundschaft'.
 
 
 
 
     Limerick
 
 
 
Fläche: 2.755 qKm (Platz 10)
Bevölkerung: 186.310 (Platz 8)
Hauptstadt: Limerick
 
Motto des Wappen: "Cuimhnigh ar Luimneach", übersetzt 'Erinnere dich an Limerick'.
 
 
 
 
     Tipperary
 
 
 
Fläche: 4.303 qKm (Platz 6)
Bevölkerung: 149.040 (Platz 14)
Hauptstadt: Nenath (Tipperary Nord) / Clonmel (Tipperary Süd)
 
Eigentlich ist Tipperary seit 1898 politisch in North und South geteilt. Dies ist ein typisches Beispiel für Kleinstaaterei in einem Kleinstaat. Diese Teilung mag auf Bezirksebene und in bürokratischen Vorgängen von Bedeutung sein, den Bewohnern ist das allerdings herzlich egal. Für sie bleibt die alte geografische Grenze der Grafschaft als einzige legitim.
 
 
 
 
     Waterford
 
 
 
Fläche: 1.837 qKm (Platz 21)
Bevölkerung: 107.961 (Platz 20)
Hauptstadt: Waterford
 
Motto des Wappen: "Déisi oc Declán co Bráth", übersetzt 'Mögen die Deisi immer bei Declan bleiben'.
Zur Erklärung: die Deisi sind ein gälischer Volksstamm, die diesen Landesteil zwischen dem 4. und 8. Jarhundert besiedelten. Sie brachten ein reichhaltiges Erbe aus vorchristlichen Zeiten mit und sind bis heute berühmt für ihre Traditionspflege. Da sich der Großteil der Bevölkerung aus Nachfahren dieses Stammes zusammensetzt, wird Waterford noch heute intern auch An Déise (Land der Deisi) bezeichnet.
Declan hieß mit vollem Namen Declán mac Eircc und war ein heiliger Mann bei den Déisi Muman, also den Siedlern von Munster. Er bekehrte den Volksstamm im 5. Jahrhundert und gründete das Kloster Ardmore. Es wird davon ausgegangen, daß er die Deisi vor St. Patrick christianisierte und er gilt seitdem als Schutzpatron des Volksstammes.

 

Leinster ist der östliche Teil Irlands. Die Provinz zieht sich südlich bis zur ehemaligen Wikingersiedlung Wexford. Dank der Tatsache, daß Dublin ebenfalls zur Provinz zählt, wohnen über 2,2 Millionen Menschen in Leinster, was sie zur bevölkerungsreichsten Provinz Irlands macht. Der altirische Name der Provinz ist Cúige Laighean, das Königreich der Mac Murchadha-Caomhánach, die später zu MacMurrough-Kavanagh wurden. Der erste bekannte König Leinsters war Bressal Bélach (+436), der letzte amtierende Domhnall Spainnach MacMurrough-Kavanagh (1595-1632).
 
Das altirische Gedicht Ard Ruide beschreibt Leinster wie folgt:
"Leinster, das östliche Königreich, ist der Sitz von Wohlstand und Gastfreundschaft, dem Einführen reichhaltiger fremder Waren wie Wein und Seide; die Männer von Leinster pflegen eine vornehme Sprache und ihre Frauen sind außergewöhnlich schön."
 
Nachfolgend ein paar Zahlen und Daten zu den zwölf Grafschaften, die Leinster bilden. Die Zahlen in Klammern geben, für die Statistiker, den Rang an, den die Grafschaft im jeweiligen Kriterium im Vergleich zum gesamten Land einnimmt (z.B. zweitgrößte Fläche, drittgrößte Bevölkerungsdichte). Die Angaben zur Bevölkerung stammen vom letzten Volkszensus aus dem Jahr 2006.
 

 

     Carlow
 
 
 
Fläche: 896 qKm (Platz 31)
Bevölkerung: 50.349 (Platz 30)
Hauptstadt: Carlow
 
 
 
 
 
 
     Dublin
 
 
 
Fläche: 921 qKm (Platz 30)
Bevölkerung: 1.187.176 (Platz 1 - Dublin ist, dank Dublin City, das bevölkerungsreichste County)
Hauptstadt: Dublin
 
Motto des Wappen: "Beart do réir ár mbriathar", übersetzt 'Unsere Taten passen zu unseren Worten'.
 
Eigentlich gibt es seit 1994 das County Dublin in dieser Form nicht mehr. Zu administrativen Zwecken wurde es gesplittet und die Counties Fingal, Dun Laoghaire-Rathdown und South Dublin gebildet. Dies war aber nur für die politischen Beamtenhirne von Interesse. Geografie, die Post, die Sportvereine und - am wichtigsten - die Bevölkerung scheren sich nicht um diese Aufteilung und setzen weiterhin die "Region" Dublin mit dem County Dublin gleich.
 
 
 
     Kildare
 
 
 
Fläche: 1.693 qKm (Platz 24)
Bevölkerung: 186.335 (Platz 7)
Hauptstadt: Naas
 
Motto des Wappen: "Meanma agus Misneach", übersetzt 'Temprament und Mut'.
 
Es ist tatsächlich richtig und ein wenig erstaunlich, daß Kildare als einziges County über keine Flaggenfarben verfügt. Im Sport müßten die Anhänger von Kildare demzufolge die weiße Fahne schwenken. Irgendwie will das nicht recht zum Motto ihres Wappen passen ...
 
 
 
 
     Kilkenny
 
 
 
Fläche: 2.072 qKm (Platz 16)
Bevölkerung: 87.558 (Platz 21)
Hauptstadt: Kilkenny
 
 
 
 
 
 
 
     Laois
 
 
 
Fläche: 1.719 qKm (Platz 23)
Bevölkerung: 69.012 (Platz 24)
Hauptstadt: Portlaois
 
Motto des Wappen: "I bpáirt leis an bpobal", übersetzt 'In Partnerschaft mit der Gemeinschaft'.
 
 
 
 
     Longford
 
 
 
Fläche: 1.091 qKm (Platz 29)
Bevölkerung: 34.361 (Platz 31)
Hauptstadt: Longford
 
Motto des Wappen: "Daingean agus Dílis", übersetzt 'Stark und loyal'.
 
 
 
 
     Louth
 
 
 
Fläche: 826 qKm (Platz 32 und somit flächenmäßig die kleinste Grafschaft Irlands)
Bevölkerung: 111.267 (Platz 18)
Hauptstadt: Dundalk
 
Motto des Wappen: "Lugh sáimh-ioldánach", übersetzt 'Lugh ist auch in vielen Künsten erfahren'
Lugh war der Name einer Gottheit und gleichzeitig einer der High Kings in der altirischen Mythologie. Der Sohn von Cian und Ethniu war vor allen Dingen für seine Kampfeslust und seinen Blutdurst bekannt. Seine Waffe war eine Schleuderrute, bestehend aus einem Regenbogen und der Milchstraße. Außerdem hatte er noch einen magischen Speer namens Areadbhar und einen Hund, der ebenfalls über magische Kräfte verfügte.
 
 
 
 
     Meath
 
 
 
Fläche: 2.342 qKm (Platz 14)
Bevölkerung: 162.839 (Platz 9)
Hauptstadt: Navan
 
Motto des Wappen: "Tré Neart le Chéile", übersetzt 'Zusammen stark'.
 
 
 
 
     Offaly
 
 
 
Fläche: 2.000 qKm (Platz 18)
Bevölkerung: 70.868 (Platz 23)
Hauptstadt: Tullamore
 
Motto des Wappen: "Esto fidelis", übersetzt 'Sei treu'.

 
 
 
     Westmeath
 
 
 
Fläche: 1.838 qKm (Platz 20)
Bevölkerung: 79.403 (Platz 22)
Hauptstadt: Mullingar
 
Motto des Wappen: "Triath ós Triathaibh", übersetzt 'Edel über den Adel'.
Die direkte Übersetzung gibt das Wortspiel leider nur ungenügend wieder. Gemeint ist hier, daß der Edelmut des Einzelnen jederzeit einen höheren Stellenwert als der Adel in Gesamtheit hat, oder andersherum auf gut deutsch: Nur weil einer blaublütig ist, ist er noch lange kein besserer Mensch.
 
 
 
 
     Wexford
 
 
 
Fläche: 2.353 qKm (Platz 13)
Bevölkerung: 131.749 (Platz 15)
Hauptstadt: Wexford
 
Motto des Wappen: "Exemplar hiberniae", übersetzt 'Ein Beispiel für Irland'.
 
 
 
 
     Wicklow
 
 
 
Fläche: 2.024 qKm (Platz 17)
Bevölkerung: 126.194 (Platz 16)
Hauptstadt: Wicklow
 
Motto des Wappen: "Meanma Saor", übersetzt 'Freie Geister'.
Ich bin mir bei der Übersetzung nicht so recht sicher. Es könnte auch 'Freigeister' bedeuten. Wobei das eigentlich das Gleiche ist, nur moderner ausgedrückt.

 

Connacht (oder in der anglisierten Form auch als Connaught bezeichnet) ist der nordwestliche Teil Irlands. Der Großteil der fünf Grafschaften umfasst das Gebiet der Gealtacht, der Region, in der noch vornehmlich das Irische gesprochen und verstanden wird. Natürlich ist man hier auch des Englischen mächtig, aber in einigen abgelegenen Gebieten kann es schon mal passieren, daß man nur gälische Straßenschilder findet und nur Schulterzucken erntet, wenn man einen älteren Einwohner auf englisch nach dem Weg fragt. Wer also vornehmlich in diesen Regionen seinen Urlaub verbringen möchte, tut gut daran, wenigstens ein paar Brocken irisch zu beherrschen. Der altirische Name der Provinz ist Cúige Chonnacht, das Königreich derer von Chonchobhair, aus denen später die O'Conors wurden.
 
Das altirische Gedicht Ard Ruide beschreibt Connacht wie folgt:
"Connacht im Westen ist das Königreich des Lernens, der Sitz der größten und weisesten Druiden und Zauberer; die Männer von Connacht sind berühmt für ihre Redegewandheit, ihre Attraktivität und ihre Fähigkeit, wahre Gerechtigkeit auszusprechen."
 
Nachfolgend ein paar Zahlen und Daten zu den Grafschaften, die Connacht bilden. Die Zahlen in Klammern geben, für die Statistiker, den Rang an, den die Grafschaft im jeweiligen Kriterium im Vergleich zum gesamten Land einnimmt (z.B. zweitgrößte Fläche, drittgrößte Bevölkerungsdichte). Die Angaben zur Bevölkerung stammen vom letzten Volkszensus aus dem Jahr 2006.
 

 
     Galway
 
 
 
Fläche: 6.148 qKm (Platz 2)
Bevölkerung: 231.760 (Platz 5)
Hauptstadt: Galway
 
Motto des Wappen: "Ceart agus Cóir", übersetzt 'Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit'.
 
 
 
 
     Leitrim
 
 
 
Fläche: 1.588 qKm (Platz 26)
Bevölkerung: 28.950 (Platz 32 und somit die Grafschaft mit den wenigsten Einwohnern)
Hauptstadt: Carrick-on-Shannon
 
 
 
 
     Mayo
 
 
 
Fläche: 5.585 qKm (Platz 3)
Bevölkerung: 123.839 (Platz 17)
Hauptstadt: Castlebar
 
Motto des Wappen: "Dia is Muire linn", übersetzt 'Gott und (die Jungfrau) Maria sind mit uns'.
 
 
 
 
 
     Roscommon
 
 
 
Fläche: 2.547 qKm (Platz 11)
Bevölkerung: 58.768 (Platz 27)
Hauptstadt: Roscommon
 
Motto des Wappen: "Constans hiberniae cor", übersetzt 'Standhaftes irisches Herz'.
 
 
 
 
     Sligo
 
 
 
Fläche: 1.837 qKm (Platz 22)
Bevölkerung: 60.894 (Platz 26)
Hauptstadt: Sligo
 
Motto des Wappen: "Land of heart's desire", übersetzt 'Das Land der Herzenswünsche'.